Jahresthema Bau + Medien

Aber graben kann es noch nicht ...

Oliver GrageAllein im vergangenen Jahr wechselten in Deutschland über 10 Millionen Smartphones den Besitzer. Der mobile Terminkalender, Internet oder Navi erleichtern in vielen Situationen die Arbeit. Wie sieht es in der Baubranche aus? Einer, der es wissen muss, ist Oliver Grage, Geschäftsführer der Agenta Werbeagentur GmbH aus Münster, unter anderem zuständig für die Pressearbeit der Marken von Doosan Infracore Construction Equipment.

Mot-Bau: Welche Medien nutzen Sie, um Ihre Kunden auf Produkte und Neuerscheinungen aufmerksam zu machen?
Grage: Natürlich hängt der Mediamix immer vom individuellen Kommunikationsproblem unserer Agenturkunden ab. Grundsätzlich glaube ich allerdings, dass die Kommunikation in digitalen Medien gegenüber den klassischen Printpublikationen an Bedeutung gewinnt. Newsletter, ein News-Bereich auf der eigenen Homepage und eine Anbindung an Social-Media-Kanäle ist in vielen Bereichen schon jetzt Standard.

Mot-Bau: Die App hat die Baubranche erreicht. Wie sehen Sie ihre Chancen?
Grage: Apps werden sich in verschiedenen Bereichen der Baubranche, etwa dem Flottenmanagement und dem Vermietgeschäft, langfristig durchsetzen. Die Möglichkeit, vor Ort auf der Baustelle schnell Informationen über Verfügbarkeit und Kosten von Mietgeräten oder auch Informationen über den Maschinenstatus zu erhalten, wird sie zu einem wertvollen Tool machen. In anderen Bereichen wie dem klassischen Baumaschinenhandel gehe ich davon aus, dass Apps auch zukünftig nur eine untergeordnete Rolle spielen werden. Hier ist nicht unbedingt die Schnelligkeit der ausschlaggebende Faktor, sondern der Auswahlprozess ist von persönlichen Kontakten sowie Besichtigungen und Testfahrten der Maschinen geprägt.

Mot-Bau: Wie beurteilen Sie den gestiegenen Einsatz von Smartphones auch auf der Baustelle?  
Grage: Sie sind eine nützliche Hilfe, schnell und unkompliziert an gewünschte Informationen zu gelangen. So lassen sich bei Rückfragen zum Beispiel ganz einfach Zeichnungen, Pläne, Details per E-Mail auf das Smartphone des Mitarbeiters oder Bauleiters senden. Einen großen Vorteil sehe ich auch im Bereich der Dokumentation der durchgeführten Arbeiten. Mit dem Smartphone lassen sich sehr gute Fotos machen, die durchaus mit denen von Digitalkameras mithalten können. Dabei werden bei Bedarf gleichzeitig GPS-Koordinaten abgespeichert, sodass sich jedes Foto exakt zuordnen lässt. Und das Smartphone ist im Gegensatz zu einer Kamera immer mit dabei.

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